TOP Ö 3: Projekt wellcome - praktische Hilfe für Familien nach der Geburt

Sachverhalt/Begründung

 

wellcome wurde 2002 in der evangelischen Familienbildung Hamburg – Niendorf gegründet. Seit Ende 2007 hat die Bundeskanzlerin die bundesweite Schirmherrschaft für wellcome übernommen. wellcome wird unterstützt durch die Schirmherrschaft der Sozialminister mehrerer Länder, Know-How von McKinsey-Hamburg und durch finanzielle Förderungen des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen sowie der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Die Universität Kiel erbrachte den wissenschaftlichen Nachweis, dass wellcome wirkt, junge Mütter entlastet und die Mutter-Kind-Beziehung verbessert. wellcome arbeitet eng mit Hebammen, Entbindungskliniken und sozialen Einrichtungen zusammen.

 

Oft stellt sich folgende Situation: Das Baby ist da, die Freude ist riesig und nichts geht mehr. Mütter werden heute meist nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen. Zuhause beginnt – trotz aller Freude über das Neugeborene – der ganz normale Wahnsinn einer Wochenbett - Familie: Das Baby schreit, niemand kauft ein, das Geschwisterkind ist eifersüchtig und der besorgte Vater bekommt keinen Urlaub. Gut, wenn Familie oder Freunde in der ersten Zeit unterstützen können. Wer keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome. Wie ein guter Engel kommt die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Familie zu Hilfe.

 

§  Sie wacht über den Schlaf des Babys, während die Mutter sich erholt.

§  Sie bringt das Geschwisterkind zum Kindergarten,

§  begleitet die Zwillingsmutter zum Kinderarzt.

§  Sie unterstützt ganz praktisch und hört zu.

 

Während der ersten Wochen und Monate erhalten Mütter und Familien individuelle Hilfe. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kommt ca. zweimal in der Woche für 2 bis 3 Stunden in die Familie.

 

Die Koordinierende Kinderschutzstelle möchte dieses Projekt nun im Landkreis Pfaffenhofen aufbauen und Frau Lhotzky würde als wellcome-Koordinatorin fungieren. Sie bespricht, welche Unterstützung die Familie braucht. Sie vermittelt eine ehrenamtliche wellcome-Mitarbeiterin. Für die Hilfe wird ein kleiner finanzieller Beitrag berechnet. Doch am Geld darf die Hilfe nicht scheitern.

 

Es ist notwendig, dass mit wellcome ein Kooperationsvertrag zur Errichtung eines wellcome-Teams abgeschlossen wird. An Projektkosten entstehen einmalig eine Gründungspauschale in Höhe von 750,00 € und ab 2012 ein Jahresbetrag in Höhe von 500,00 €. Die weiteren Projektkosten trägt jeder Vertragsbeteiligte selbst.

 

Weitere inhaltliche Angaben zum Projekt kann Frau Lhotzky von der KoKi machen. Sie würde auch die Teamleitung für das Projekt übernehmen.

 

Mit der Regierung von Oberbayern und dem Bayerischen Sozialministerium wurde geklärt, dass dieses Projekt nicht förderschädlich für die KoKi-Maßnahme ist. Von Seiten der Verwaltung wird das Projekt sehr empfohlen, da damit echt praktische Hilfe für junge Frauen und Familien angeboten werden kann.

 

Herr Payer weist darauf hin, dass die Mitarbeiter(innen) bei diesem Projekt ehrenamtlich tätig sein werden. Es wird hier nur eine Erstattung der Reisekosten gewährt.

 

Frau Lhotzky von der KoKi-Stelle erläutert, dass sie nach den vorliegenden Planungen als wellcome-Koordinatorin fungieren soll und diesbezüglich demnächst eine Koordinatoren-Schulung absolvieren wird. Im Anschluss an die Schulung soll eine Eröffnungsveranstaltung im Juli 2011 stattfinden, bei der das Projekt allen in Frage kommenden Netzwerkpartner vorgestellt werden soll. Die Kontakte zu den Netzwerkpartner wurden bereits durch die KoKi-Stelle hergestellt und können somit auch für das wellcome-Projekt genutzt werden. Die Installation dieser Einrichtung stellt auch eine gewisse Prävention dar.

 

Herr Saam weist auf das bestehende Netzwerk der Caritas-Nachbarschaftshilfen in den einzelnen Orten hin. Er würde es als sehr sinnvoll betrachten, diese bestehenden Strukturen zu nutzen.

 

Frau Lhotzky bedankt sich für das Angebot und wird dies sehr gerne in Anspruch nehmen.

 

Von Seiten des Jugendhilfeausschusses bestehen keine weiteren Fragen.

 

 


Beschluss:

 

Der Jugendhilfeausschuss begrüßt die Installierung des wellcome-Projektes im Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm. Mit der wellcome GmbH in Hamburg sollte der entsprechende Kooperationsvertrag zur Errichtung eines wellcome-Teams abgeschlossen werden. Die anfallenden Kosten für das Projekt sind aus dem Haushaltsansatz der KoKi zu finanzieren.


Anwesend:                                   10

Abstimmung:

Ja-Stimmen:                                10          

Nein-Stimmen:                              0